Phoenix aus der Asche

Wenn Sie vor haben, zum Beispiel im Internet mit einem eigenen Blog oder einer Portalseite Geld zu verdienen und sich auf diese Weise vielleicht sogar ein passives Einkommen generieren wollen, darf Ihnen eines auf gar keinen Fall passieren, sonst Sieht Ihr Blog nach fast einem Jahr Arbeit so aus wie dieser jetzt (Stand: Mai 2015).

Was ist passiert?

Vor einiger Zeit bin ich die aktuellen Hostingverträge durchgegangen und habe festgestellt, dass ich, wenn ich den Provider wechsele oder sogar Domains und Webspace nicht unbedingt über einen Anbieter beziehe, mehrer Hundert Euro im Jahr sparen kann. Nachdem ich mir alles durchgerechnet hatte, stand mein Entschluss fest. Schnell wurden auch alle laufenden Verträge, und das waren einige, gekündigt. Natürlich hatten annäherend alle einen anderen Termin, zu dem die jeweiligen Verträge dann ausgelaufen waren. Das verschaffte mir zum einen ein wenig Zeit, denn ich musste nicht alle Webseiten hintereinander zu einem anderen Anbieter portieren. Andererseits hatte ich viel Arbeit damit, mir eine Übersicht darüber zu verschaffen, welcher Vertrag wann ausläuft und welche Domains bereits umgezogen waren…. Eigentlich war es vorprogrammiert, dass etwas schief gehen muss. Einige Domains und die dazugehörigen Webinhalte konnte ich relativ problemlos umziehen und dann geschah es. Unter anderem diese Domain hatte ich einfach vergessen. Durch eine Meldung eines Drittanbieters wurde ich überhaupt erst darauf aufmerksam, dass etwas schief gelaufen war. Die Domain sei angeblich nicht erreichbar – und so war es auch. Kurze Zeit später wusste ich, der Vertrag war ausgelaufen, das Hostingpaket existierte nicht mehr. Und damit waren auch alle Daten auf der entfernten Festplatte und die Inhalte der dazugehörigen Datenbank geköscht. Kein Problem, mag man da denken, einfach einen der letzten Backups auf die Server des neuen Anbieters aufspielen und nach kurzem Ausfall geht es dann einfach weiter. Richtig, genau das hätte ich auch gemacht, wenn ich nicht schlicht vergessen hätte, diese Backups auch anzulegen. Zwar wurden regelmäßig Backups angefertigt, diese wurden allerdings unsinnigerweise lediglich auf dem Server des Webhosters abgelegt – und darauf bestand nun ja kein Zugriff mehr.

Nun gut – was soll’s – fangen wir also von Vorne an, mit dem ersten Tipp für alle, die beginnen wollen, mit ihrem eigenen Blog Geld zu verdienen:

  • Erstelle regelmäßig Sicherungskopien des Webspaces, also der Daten auf der Festplatte des jeweiligen Servers und der dazugehörigen Datenbank(en).
  • Speichere diese ausßerhalb des Webspaces – z.B. auf einer heimischen Festplatte
  • Übe hin und wieder den Erntsfall und installiere unter einer Testumgebung die komplette Website, damit Du im Ernstfall weißt, wie Du die Daten Deiner Backups wieder einspielst und einen lauffähigen Blog daraus machen kannst.

Wer nun glaubt, aus Erfahrung werde man klug und würde so einen dummen Fehler nicht nochmals machen, der wird sich sicher auf die Schenkel klopfen, wenn er erfährt, dass aber genau dasselbe einige Tage später mit zwei weiteren Domains passiert ist – da steckt dann mal wieder etwas Arbeit drin.

Beitragsbild: © F.H.M. / pixelio.de

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